Dez
03
2015
Geschrieben von Roland Kelber


Euch ist heute der Heiland geboren !

Lukas 2,11


Liebe Leserin, lieber Leser,

 

Wer soll sie je wieder heilen können ?

Die tiefen Wunden, die täglich neu aufgerissen werden zwischen den verfeindeten Parteien im Nahen Osten.

Wer soll sie heilen können, die Wunden in den Seelen der traumatisierten Flüchtlinge, die bei uns Schutz suchen ?

Von so viel Unheil berichten uns die Medien täglich aus aller Welt. Und dieses Unheil ist uns in Form von Terroranschlägen bedrohlich nahe gerückt.

          „Euch ist heute der Heiland geboren !“

Was für eine Botschaft für unsere Welt, die von so großem Unheil gezeichnet ist ! Wie sehr sehnen wir uns nach einem, der Beziehungen zwischen Menschen wieder heilen kann, der die tiefen Wunden heilen kann, die Menschen sich gegenseitig zugefügt haben.

Seit Jesus, unser Heiland geboren ist, gibt es mitten im Unheil diese Möglichkeit, dieses Angebot der Heilung.

Jesus ist mitten  in das Unheil einer Flüchtlingsfamilie hineingeboren worden, mitten hinein in die Gewaltherrschaft eines Herodes, mitten hinein in den Nahen Osten, der auch im Moment wieder Brennpunkt großen Unheils ist.

Als Christen brauchen wir an Weihnachten keine heile Welt spielen, nicht auf Kosten anderer unsere vermeintlich kleine heile Welt verteidigen, vor dem Unheil der Welt nicht die Augen verschließen.

Wir dürfen Jesus als unseren Heiland feiern, wir dürfen ihn bitten, zuallererst unser eigenes Herz zu heilen, unsere persönlichen Beziehungen. Und wir können andere einladen, ihr Heil und ihre Heilung auch bei Jesus zu suchen.

Denn er ist der einzige, der die tiefste Ursache allen Unheils in dieser Welt heilen kann: die gestörte Beziehung zu unserem Schöpfer.

Nur wo die Beziehung zu Gott heil wird, können auch die Beziehungen zwischen Menschen wieder geheilt werden.

Dieses Heil wünsche ich Ihnen zum Christfest 2015 !

Okt
04
2015
Geschrieben von Roland Kelber

 

 

Liebe Leserin, lieber Leser,           

 

„Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen ?“

 

Das Gute empfangen wir gern – 25 Jahre deutsche Einheit – 70 Jahre Frieden.

Auch Hiob lebte in einem großen Wohlstand.

Er war reich und freute sich an seiner Familie, die ihm Gott geschenkt hatte. Er nahm es dankbar aus Gottes Hand.

Das ist nicht selbstverständlich, dass Menschen das Gute bewußt als Gabe Gottes ansehen.

 

Noch viel bemerkenswerter aber ist, dass Hiob auch das Leid, das er dann erfahren mußte, Verlust seines Reichtums, Verlust der Kinder, Verlust seiner Gesundheit, bewußt aus Gottes Hand angenommen hat.

Apr
04
2015
Geschrieben von Roland Kelber




„Alles vermag ich durch den,

der mir Kraft gibt.“       

So bekennt es der Apostel Paulus im

Monatsspruch für Mai im Philipperbrief.

 

Es ist die Kraft, die einen so scheinbar schwerelos springen läßt wie unsere drei Konfirmandinnen auf dem Titelbild (vom Konfirmandenwochenende in Heidenheim).

 

Es ist die Kraft, die von der Erfahrung der Auferstehung unseres Herrn Jesu herkommt, eine Kraft, die selbst den Tod überwindet.

 

Feb
11
2015
Geschrieben von Roland Kelber

 

Christus hat uns angenommen.

Das  wird besonders deutlich am Kreuz.

Noch am Kreuz betet er für diejenigen, die ihn dorthin gebracht haben: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“

So nimmt Christus uns an, jeden von uns mit all unserer Unzulänglichkeit, mit allen Schwächen, mit aller Schuld. Was für eine wohltuende Erfahrung, erst einmal angenommen zu sein, egal ob ich einen Fehler gemacht habe oder nicht, ob ich mich liebenswert verhalten habe oder nicht.

Gerade heute, wo besonders in der Öffentlichkeit jeder kleine Fehler mit einem „shitstorm“ im internet bestraft wird.

Christus erträgt es auch, als er selbst in den Fokus eines solchen „shitstorms“ von Lästerungen, Verleumdungen und Anfeindungen gerät. Er beugt sich auf der Darstellung der Kreuzigung auf unserem Titelbild zu den Menschen unter dem Kreuz herab, um sie anzunehmen.

Angenommen sein.

Angenommen zu sein von Christus, das ist der Ausgangpunkt für unser Lebens als Nachfolger Jesu, als Christen.

Wer diese wunderbare Erfahrung gemacht hat, der bekommt die Kraft, die Liebe, die Barmherzigkeit, jetzt auch selber andere Menschen anzunehmen mit all ihren Schwächen und Eigenarten.

Paulus fordert in der Jahreslosung 2015 die Christen in der Gemeinde in Rom auf, sich gegenseitig anzunehmen: die Heidenchristen und die Judenchristen, die Starken und die Schwachen.

Was innerhalb der Kirchengemeinde anfängt, das geht dann aber sicher noch weit darüber hinaus. So wie Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren, so sollen wir als Christen auch die Menschen annehmen, die noch nicht Christen sind. So sind wir glaubwürdige Zeugen unseres Herrn Jesus Christus. So werden wir ein Hinweis auf Christus sein. So wird unser Leben zu Gottes Lob dienen.


Pfarrer Roland Kelber

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Dienstag, 23. Januar 2018
Der HERR war mit Samuel und ließ keines von allen seinen Worten zur Erde fallen.
Paulus schreibt: Von euch aus ist erschollen das Wort des Herrn nicht allein in Makedonien und Achaia, sondern an allen Orten hat sich euer Glaube an Gott ausgebreitet, sodass es nicht nötig ist, dass wir darüber etwas sagen.
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