Jun
04
2014
Geschrieben von Roland Kelber




Liebe Leserin, lieber Leser,


„Wie im Paradies !“

So haben die verschiedenen Gäste aus Bhutan, Nepal, Myanmar, die in den letzten Jahren  bei uns in den Gemeinden zu Gast waren, sinngemäß alle gesagt, wenn ich ihnen unseren Hahnenkamm in einer kleinen Runde gezeigt habe. Vom Kappelbuck, Spielberg oder Gelbe Bürg aus, zeigt sich eine wunderbare Landschaft. Und dazu genießen wir in einem hochentwickelten Land ein Leben in Frieden und Wohlstand, wie er in ihren Ländern nur erträumt werden kann.

Wir sind reich gesegnet von Gott, dass wir hier leben dürfen.

Jetzt zum Höhepunkt des Sonnenjahres können wir die Fülle des Lebens noch einmal besonders intensiv erleben.

 

Fast von alleine kommt einem da ein Lobgesang von den Lippen.

„Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth,

alle Lande sind seiner Ehre voll.“

So singen es sich die himmlischen Engelwesen, die Serafim  zu.

Sie sehen nicht nur die Fülle einer wunderbaren gesegneten Landschaft vor sich. Sie können die Fülle der Herrlichkeit Gottes selber sehen, die alle Lande erfüllt.

Damit sind sie uns noch ein Stück voraus. Der Lobgesang der Serafim ist der Wochenspruch zum Trinitatisfest.

Zu diesem letzten großen Fest im Kirchenjahr wollen wir einstimmen in diesen Lobgesang über die Fülle unseres dreieinigen Gottes.

 

Und in den Wochen danach sind Sie dann alle wieder eingeladen, vom Kappelbuck aus  bei den Kappelandachten mit dazu beizutragen, dass unser Hahnenkamm nicht nur ein gesegnetes Land ist, sondern auch ein Land, in dem unserem dreieinigen Gott die Ehre gegeben wird. Ein Land, das seiner Ehre voll ist !

 

Ihr Pfarrer Roland Kelber

Apr
09
2014
Geschrieben von Roland Kelber

 

 

„Ich glaube an Christus,

 so wie ich glaube,

dass die Sonne aufgegangen ist,

nicht nur, weil ich sie sehe, sondern

weil ich durch sie alles andere sehen kann."

  C.S.Lewis


Der Sonnenaufgang verändert meine Weltsicht total.

Auf einmal kann ich vieles erkennen, was ich bisher gar nicht wahrnehmen konnte.

Statt grau in grau kann ich nun leuchtend bunte Farben sehen.

Mit solch einem Sonnenaufgang vergleicht  C.S. Lewis seinen Glauben an Jesus Christus.


Durch Christus sehe ich in der Natur nicht nur einen ziellosen Kreislauf,

sondern Gottes liebevoll gestaltete Schöpfung, in die er mich hineingesetzt hat,

durch die er mir Lebensfreude  und Lebenslust schenkt.


Durch Christus sehe ich in einem Mitmenschen, der mir unfreundlich begegnet,

nicht mehr allein einen Feind oder Konkurrenten,

sondern auch einen von Gott geliebten Menschen, einzigartig gemacht wie ich selber.


Durch Christus sehe ich die Barmherzigkeit und Geduld, die Gott mit mir hat,


durch ihn sehe ich die Möglichkeit zu Vergebung und Versöhnung auch mit meinen Mitmenschen.

 

Besonders die Auferstehung Jesu, der Aufgang der Ostersonne,

läßt mich auf einmal viel weiter sehen.

Mein Sichthorizont endet nicht mehr an meinem irdischen Tod, er ist ins grenzenlose geweitet.

 

Durch Christus kann ich da, wo Nochnichtchristen nur ein sterbendes Samenkorn sehen, schon die zukünftige Frucht vor meinem inneren Auge erkennen.

Diese neue Weltsicht feiern wir als Christen in der österlichen Freudenzeit miteinander in den Gottesdiensten.

 

 

Ihr Pfarrer Roland Kelber

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dez
04
2013
Geschrieben von Roland Kelber


Erschienen ist die heilsame Gnade Gottes allen Menschen.

                                                        Titus 2,11



Erschienen ist…

Deshalb können wir das Weihnachtsfest  auch Erscheinungsfest nennen. Auf griechisch: Epiphanias.

In den ersten Jahrhunderten der Kirchengeschichte haben sich verschiedene Termine für die Feier der Geburt Jesu herausgebildet. Neben dem 25.Dezember eben auch der 6.Januar, an dem in vielen Ostkirchen die Geburt Jesu gefeiert wird. Wie Sie alle wissen, hat sich dieser Tag auch in unserer Tradition sozusagen als zweites Weihnachtsfest etabliert. Im Grunde feiern wir also an Epiphanias gleich noch einmal die Geburt Jesu.

…die heilsame Gnade Gottes…

In Jesus ist die Gnade Gottes sichtbar geworden, erschienen.

Manches in der Welt und in unserem persönlichen Leben kann uns in Zweifel bringen, ob Gott uns gnädig begegnen will.

Dann ist es besonders wichtig, auf Jesus zu sehen.

In der Welt sehen wir viel Unheil, auch manches in unserem persönlichen Leben und in unseren Beziehungen ist nicht heil.

Auf vielen Wegen suchen Menschen heute Heil und Heilung.

In Jesus ist Gottes Heilsweg für uns sichtbar geworden.

….allen Menschen.

Die heilsame Gnade Gottes kennt keine Grenzen. Jesus ist für alle Menschen auf der Welt erschienen. Der konkrete Erscheinungsort ist Bethlehem in Israel genau auf der Schwelle zwischen Asien, Afrika und Europa. Die heilsame Gnade Gottes ist an keine bestimmte Kultur gebunden, sondern will alle Kulturen durchdringen und heilen.  Am Epiphaniasfest steht bei uns deshalb traditionell die Weltmission, die globale Bedeutung der Geburt Jesu  im Mittelpunkt.

Diesmal dauert die Epiphaniaszeit fünf Wochen bis zum 9.Februar.

Viel Zeit, um gemeinsam mit Menschen aus aller Welt das Erscheinen Jesu ausgiebig zu feiern.

 Ich freue mich auf die Gottesdienste mit Ihnen,


Ihr Pfarrer Roland Kelber

Feb
02
2014
Geschrieben von Roland Kelber

 

Redet, was gut ist,

was erbaut und was notwendig ist,

damit es Segen bringe denen, die es hören.“

 

So fordert uns der Apostel Paulus im Monatsspruch für Februar auf.

Ein guter Rat. Und wie wunderbar sähe die Welt aus, wenn alle Menschen diesen Rat immer beherzigen würden.

Allein dieser eine Bibelvers, wenn er nur in die Praxis umgesetzt würde, würde die Welt revolutionieren.

Zunächst einmal würde die Welt sehr sehr ruhig werden, denn 90 Prozent alles bisherigen Redens ist entweder nicht gut, nicht erbaulich, überflüssig oder bringt keinen Segen.

Vielleicht wäre es so eine gute Idee in der anstehenden Passionszeit auf alles solche Reden zu verzichten.  Das würde mehr Segen bringen als alles andere Fasten.

Der zweite Schritt wäre dann das segensreiche und aufbauende Reden einzuüben. Vor dem Reden zu überlegen: was ist jetzt notwendig ? Was baut den anderen auf ?

Manchmal ist Kritik notwendig, oder es ist gut, eine andere Sichtweise in das Gespräch einzubringen. Die Kunst ist, das so zu tun, dass es den anderen und die Gemeinschaft erbaut und für alle zum Segen wird.

Schon Jesus hat in der Bergpredigt darauf hingewiesen, dass das fünfte Gebot „Du sollst nicht töten“ schon da anfängt, wo meine Worte, mein Reden, Menschen demütigt, ihnen die Ehre nimmt, Vertrauen zerstört. Jakobus warnt in seinem Brief vor der zerstörerischen Macht der Zunge.

Fast immer gehen Mord und Totschlag zerstörerische Worte voraus.

Wollen wir Gott bitten, uns dabei zu helfen, uns mit unserem Reden gegenseitig zu erbauen und zum Segen zu werden.

 

Ihr Pfarrer Roland Kelber