Jan
29
2016
Geschrieben von Roland Kelber



„Ich will euch trösten,

wie einen seine Mutter tröstet.“

So hat es Gott seinem Volk Israel damals durch den Propheten Jesaja zugesprochen.

Auch wir dürfen es uns als Jahreslosung für das Jahr 2016 von Gott zusprechen lassen.

Die grundlegende Erfahrung, in die Arme der eigenen Mutter laufen zu können, um Trost zu suchen und dann getröstet zu werden, haben Gott sei Dank fast alle von uns in der Kindheit machen dürfen.

Als Kind hatten wir das grenzenlose Vertrauen, dass in den Armen der Mutter alles wieder gut wird, egal was uns zugestoßen ist, was uns bedroht hat.

Gott lädt uns ein, mit solch einem kindlichen Vertrauen zu ihm zu kommen mit allem, was uns belastet und besorgt.

Bei ihm dürfen wir uns ausweinen, wenn uns etwas schmerzt, wenn uns etwas verletzt hat.

Er will wie eine liebende Mutter für uns da sein. Er sorgt sich um uns wie eine Mutter um ihr Kind. Wer selber Kinder hat, wird sich in die mütterlichen Gefühle, die Gott für uns hat, gut hineinversetzen können. Gott ist keiner, der uns  mit einem billigen Trost abspeist oder nur auf später vertröstet. Er ist jetzt hier und will uns in den Arm nehmen, bis wir wieder getrost und zuversichtlich weitergehn können.

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag“ So hat es Dietrich Bonhoeffer in seiner Todeszelle an der Schwelle zum neuen Jahr gedichtet. So von Gott getröstet hat er selber viele Menschen durch dieses Gedicht noch lange nach seinem Tod trösten können. In diesem Jahr hätte er seinen 110.Geburtstag gehabt. Im Kloster Heidenheim sind dazu demnächst ein Film und ein Vortrag angeboten.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie in diesem Jahr die mütterliche Seite unseres Gottes in Ihrem Leben erfahren und getrost durch dieses Jahr gehen können !